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GlossarbegriffEinstieg

Quadrat

HellenistischRenaissance und frühe NeuzeitModern westlichRedaktionelle ZusammenschauÜberlieferte Lehre

Definition

Ein Aspekt von etwa 90 Grad (einem Viertel des Tierkreiskreises) zwischen zwei Planeten. Überliefert wird es als Reibung oder fruchtbare Spannung zwischen den Bedeutungen beider Planeten gelesen.

Auch genannt: Quartil (älterer Sprachgebrauch)

Ausführlicher

Das Quadrat (lateinisch quartile) verbindet Positionen, die einen Viertelkreis auseinanderliegen, und knüpft klassisch Zeichen derselben Qualität aneinander. Die Konfiguration erscheint unter den grundlegenden „Blicken“ der hellenistischen Quellen, und Handbücher von Ptolemäus bis Lilly geben ihren überlieferten fordernden Charakter weiter.[1][2][3]

Die moderne Praxis deutet die Spannung des Quadrats oft entwicklungsbezogen um: Reibung, die antreibt. Das ist eine moderne deutende Lesart und hier als solche gekennzeichnet; der Winkel selbst ist schlichte Geometrie.[3]

Quellenangaben

Die nummerierten Belege im Text führen zu den Einträgen unten; jeder Eintrag führt weiter ins vollständige Quellenverzeichnis.

  1. Claudius Ptolemy. Ptolemy's Tetrabiblos, or Quadripartite: Being Four Books of the Influence of the Stars. J. M. Ashmand (translator). W. Foulsham & Co. Ltd, London. 1900. Historische Primärquelle Quelleneintrag ansehen
  2. William Lilly. Christian Astrology, Modestly Treated of in Three Books. T. Brudenell for J. Partridge & H. Blunden, London. 1647. Historische Primärquelle Quelleneintrag ansehen
  3. Chris Brennan. Hellenistic Astrology: The Study of Fate and Fortune. Amor Fati Publications. 2017. Deutung heutiger Praktizierender Quelleneintrag ansehen