Planet (in der Astrologie)
HellenistischModern westlichIndisch (Jyotisha)Redaktionelle ZusammenschauÜberlieferte Lehre
Definition
In der überlieferten Astrologie einer der sieben sichtbaren „Wandelsterne“: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Die moderne westliche Praxis nimmt meist Uranus, Neptun und Pluto hinzu. Der astrologische Gebrauch weicht von der modernen astronomischen Definition ab.
Auch genannt: Wandelstern (historisch) · Lichter (Sonne und Mond)
Ausführlicher
Klassische Quellen wie Ptolemäus' Tetrabiblos arbeiten mit den sieben mit bloßem Auge sichtbaren Himmelskörpern, die sich gegen die Fixsterne bewegen, Sonne und Mond eingeschlossen, die die Astronomie nicht als Planeten führt. Die überlieferte Lehre weist jedem der sieben einen eigenen symbolischen Charakter zu.[1][2]
Nach den teleskopischen Entdeckungen von Uranus, Neptun und Pluto haben die meisten modernen westlichen Astrologinnen und Astrologen die neuen Körper aufgenommen, während viele traditionell und im Jyotisha Arbeitende bei den klassischen sieben bleiben (das Jyotisha verwendet zusätzlich die Mondknoten Rahu und Ketu). Welchen Satz ein System verwendet, gehört zu seinen genannten Parametern.[3][4]
Quellenangaben
Die nummerierten Belege im Text führen zu den Einträgen unten; jeder Eintrag führt weiter ins vollständige Quellenverzeichnis.
- Claudius Ptolemy. Ptolemy's Tetrabiblos, or Quadripartite: Being Four Books of the Influence of the Stars. J. M. Ashmand (translator). W. Foulsham & Co. Ltd, London. 1900. Historische Primärquelle Quelleneintrag ansehen
- Nicholas Campion. A History of Western Astrology, Volume I: The Ancient and Classical Worlds. Continuum. 2009. Historische Forschungsliteratur Quelleneintrag ansehen
- Chris Brennan. Hellenistic Astrology: The Study of Fate and Fortune. Amor Fati Publications. 2017. Deutung heutiger Praktizierender Quelleneintrag ansehen
- Varāhamihira. The Brihat Jataka of Varaha Mihira. N. Chidambaram Iyer (translator). 1885. Historische Primärquelle Quelleneintrag ansehen