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Ganzzeichen-Häuser

HellenistischIndisch (Jyotisha)Modern westlichÜberlieferte LehreHistorische ForschungsliteraturRedaktionelle Zusammenschau

Definition

Ein Häusersystem, in dem jedes Haus genau ein Tierkreiszeichen ist. Das Zeichen mit dem Aszendenten wird zum ganzen ersten Haus, und die elf folgenden Zeichen werden zu den Häusern zwei bis zwölf.

Auch genannt: Ganzzeichen · Zeichenhaus-System

Ausführlicher

Ganzzeichen ist das Häusersystem, das im frühesten hellenistischen Material bezeugt ist: Häuser und Zeichen fallen zusammen, jedes Haus ist also dreißig Grad breit, und keine Hausgrenze liegt mitten in einem Zeichen. Der Aszendent bestimmt, welches Zeichen zum ersten Haus wird, sein genauer Grad verschiebt die Grenzen aber nicht.[1]

In der westlichen Tradition geriet es außer Gebrauch, als sich Quadrantensysteme ausbreiteten, und kam im 20. Jahrhundert wieder in weite Verwendung, als hellenistische Quellen erneut übersetzt und untersucht wurden. Seine Geschichte und seine spätere Verdrängung sind in der Forschungsliteratur zur westlichen Tradition dokumentiert.[2]

Quellenangaben

Die nummerierten Belege im Text führen zu den Einträgen unten; jeder Eintrag führt weiter ins vollständige Quellenverzeichnis.

  1. Chris Brennan. Hellenistic Astrology: The Study of Fate and Fortune. Amor Fati Publications. 2017. Deutung heutiger Praktizierender Quelleneintrag ansehen
  2. Nicholas Campion. A History of Western Astrology, Volume I: The Ancient and Classical Worlds. Continuum. 2009. Historische Forschungsliteratur Quelleneintrag ansehen